Lagebericht

für das Geschäftsjahr 2018 des Kölner Studierendenwerks

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Das Kölner Studierendenwerk erbringt auf der Grundlage des Gesetzes über die Studierendenwerke im Land Nordrhein-Westfalen (StWG) in der Bekanntmachung der Fassung vom 1. Oktober 2014 sowie auf der Grundlage seiner Satzung vom 16. April 2015 für die Studierenden seines Zuständigkeitsbereichs Dienstleistungen auf sozialem und sozialwirtschaftlichem Gebiet. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen (MWIDE) hat der Satzung des Studierendenwerks in Köln mit der Maßgabe zugestimmt, den Namen „Kölner Studierendenwerk“ zu führen.

Die bundesweit 58 Studierendenwerke vollziehen seit einigen Jahren parallel zu den folgenreichen Änderungsprozessen in der Hochschullandschaft einen Wandel, der ihre Leistungsangebote erweitert und differenzierter werden lässt. Die Reformen im Bereich der Hochschulen führen zu geänderten Bedarfen der Studierenden und Anforderungen der Hochschulen gegenüber den Studierendenwerken. Dadurch werden die wechselseitigen Beziehungen zwischen den Beteiligten neu bestimmt. Die infrastrukturellen Aufgaben der Studierendenwerke werden aktuell modifiziert und teilweise auch neu definiert. In der Folge entstehen für die Studierendenwerke zusätzliche Verantwortlichkeiten innerhalb und außerhalb ihrer angestammten Aufgaben (zeitlich und örtlich differenzierte gastronomische Angebote, flexible und innovative Wohnraumvermittlung, Ausbau der Beratungs-, Betreuungs- und kulturellen Angebote).

Die Dienstleistungsansprüche gegenüber Studierendenwerken resultieren u.a. aus den Ziel- und Strategiefestlegungen der Hochschulen, die ihrerseits aus politischen Steuerungsvorgaben und gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen erwachsen. Sich als Hochschule hervorzuheben bedeutet, auch die Rahmenbedingungen eines Studiums in entsprechender Standortgüte vorzuhalten. Die bedarfsgerechte Unterbringung von Studierenden in Wohnhäusern, in günstigen, d.h. möglichst hochschulnahen Lagen, spielt weiterhin eine wichtige Rolle. Gleichermaßen müssen die gastronomischen Versorgungseinrichtungen des Studierendenwerks qualitativ und kapazitativ den Herausforderungen der nächsten Jahre genügen.

Dabei geht es nicht nur um ernährungswissenschaftliche Erkenntnisse und deren Berücksichtigung in den Angeboten, sondern auch um die Schaffung zügiger Abwicklungsvoraussetzungen an den Speiseausgaben und Kassen, die mit dem Takt der Lehrveranstaltungen bzw. den Pausenzeiten synchronisiert sind. Auch die Bewältigung des Kinderbetreuungsbedarfs von Studierenden stellt die Studierendenwerke vor besondere Herausforderungen. Der beständig hohen Nachfrage stehen manifeste Personalrekrutierungsprobleme im Fachkräftebereich entgegen, die eine bedarfsgerechte Kapazitätsausweitung für studierende Eltern, aber auch Nachwuchswissenschaftler/innen, erheblich erschweren. Hinzu kommt ein Mangel an geeigneten hochschulnahen Raumkapazitäten.

Internationalisierung von Lehre und Forschung ist bei fast allen Kölner Hochschulen ein zentrales Element der strategischen Ausrichtung. Daraus erwachsen auch neue Herausforderungen für das Kölner Studierendenwerk, dem der Gesetzgeber die Förderung kultureller Interessen der Studierenden aufgetragen hat. Der interkulturelle Austausch zwischen Studierenden vollzieht sich sowohl im gemeinsamen Studium, aber auch im Wohnumfeld und bei Freizeitaktivitäten. Beide letztgenannten Sphären werden und sollen vom Kölner Studierendenwerk aktiv mitgestaltet werden.

Nicht nur die Hochschulen, sondern auch die Studierendenwerke haben rechtzeitig damit begonnen, geeignete Maßnahmen einzuleiten, um diesen Sachverhalten Rechnung zu tragen. Erhalt von bestehendem Wohnraum, zusätzliche Wohnraumangebote, Erweiterung und Verbesserung der hochschulgastronomischen Strukturen, Stärkung der Informationsangebote zur Studienfinanzierung, Pflege der eingeführten interkulturellen Angebote sowie eine Weiterentwicklung der psychologischen und sozialen Beratung bleiben deshalb auch für das Kölner Studierendenwerk eine Zielsetzung. Ob diese Herausforderung befriedigend bewältigt werden kann, hängt allerdings auch von finanziellen Mitteln für die soziale Infrastruktur des Hochschulraums ab. Dazu leisten die Studierendenwerke aktuell einen erheblichen Beitrag. Hinreichend wird dieser Beitrag jedoch nur mit staatlicher Unterstützung sein können.

2. Geschäftsverlauf

Das Jahresergebnis 2018 des Kölner Studierendenwerks weist einen Überschuss von TEUR 3.492 aus und ist damit gegenüber dem Vorjahr (Jahresüberschuss: TEUR 4.225) um TEUR 733 gesunken. Danach setzt sich das weiterhin positive Jahresergebnis im Berichtsjahr nach Verrechnung der Erträge aus Zuschüssen in Höhe von TEUR 9.425 (Vorjahr: TEUR 9.258) aus einem positiven Betriebsergebnis in Höhe TEUR 3.953 (Vorjahr: TEUR 4.007) und einem negativen Finanzergebnis in Höhe von TEUR -461 (Vorjahr: TEUR 218) zusammen.

Die Umsatzerlöse in der Vermietung und in der Hochschulgastronomie entwickelten sich wie folgt und sind für 2019 wie nachstehend geplant:

2.1 Ertragslage

Die Mieterlöse für studentischen Wohnraum 2018 betragen TEUR 15.002 (Vorjahr: TEUR 14.426; + 4,0 %). Der Anstieg resultiert insbesondere aus einer höheren Zimmeranzahl sowie einem höheren monatlichen Mietdurchschnittspreis.

Der Mittelwert der zur Verfügung stehenden Zimmer (ohne Sudermanplatz GbR) betrug in 2018 4.873 Zimmer (Vorjahr: 4.791 Zimmer). Unterschiede ergeben sich durch die erstmals ganzjährige Vermietung in 2018 der Wohnheime Graacher Straße 4, Gebrüder-Coblenz-Straße und Neue Bahnstadt, Opladen. Dem gegenüber steht die Entmietung von Wohnraum aufgrund von Sanierungen in der Remigius Straße ab Juli 2018, im Uni-Center ab Mai 2018 und der dauerhafte Wegfall von Wohnungen in der Luxemburger Straße 118 ab August 2018.

Es ergibt sich (bezogen auf die tatsächlich vermieteten Zimmer) ein durchschnittlicher monatlicher Gesamtmietpreis inklusive Internetanschluss von EUR 258,53 (Vorjahr: EUR 253,55; + 1,9 %). Die Kosten für den Internetanschluss werden mit der Miete eingezogen und in gleicher Höhe an den Provider weitergeleitet. Ohne die Internetkosten betrug die Durchschnittsmiete 251,45 EUR/Monat (Vorjahr: 246,52 EUR/Monat; + 2,0 %).

Die Differenz erklärt sich aus der Fertigstellung der neuen Wohnheimplätze mit höheren Mieteinnahmen (Graacher Straße 4: 305 EUR/Monat, Opladen: 360 EUR/Monat, Gebrüder-Coblenz-Straße: 308 EUR/Monat) und einer Mietanpassung von 1,5%.

Es gibt insgesamt 325 vermietbare Parkplätze (Tiefgaragen/Stellplätze) des KStW. Die Auslastung der Garagenplätze beträgt 64 % (Vorjahr: 69 %).

Die Mieterlöse aus der Vermietung von Garagen und Stellplätzen betragen TEUR 82,3 (Vorjahr: TEUR 73,3). Es entfallen TEUR 8,2 d.h. 10 % der Erlöse auf die Bewohner der Wohnheime (Vorjahr: TEUR 6,8 d.h. 9,3 %). Durch die zusätzlichen Parkplätze in den neuen Wohnheimen ist ein Anstieg der Mieterlöse im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen.

Die Umsätze in den gastronomischen Betrieben sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 106 (= 0,8 %) auf TEUR 13.245 gestiegen (Vorjahr: TEUR 13.139). Dies ist insbesondere auf den Anstieg des durchschnittlichen Preises eines Essens um 3,3 % auf EUR 2,85 zurückzuführen. In den einzelnen Betrieben ist aufgrund des unterschiedlichen Angebots und der Nachfrage sowie des Anteils der Bediensteten ein unterschiedlicher Durchschnittspreis erzielt worden. Der durchschnittliche Rohstoffanteil der Mensaessen beträgt 64 %.

Die Wareneinsatzquote bezogen auf den Gastronomieumsatz beträgt 59,4 % (Vorjahr: 61,2 %).

Die Sozialbeiträge haben sich um TEUR 296 auf TEUR 12.565 erhöht. Ursächlich war die Erhöhung des Sozialbeitrages um EUR 2 auf EUR 75 bei nahezu gleichbleibenden Studierendenzahlen.

Die Aufwendungen aus bezogenen Leistungen haben sich um TEUR 418 auf TEUR 9.066 erhöht. Ursächlich waren insbesondere höhere Stromkosten durch die ganzjährige Vermietung der neuen Wohnheimzimmer sowie höhere Instandhaltungsaufwendungen in den einzelnen Wohnheimen.

Der Personalaufwand im Gesamtunternehmen verringerte sich geringfügig gegenüber dem Vorjahr um TEUR 120 auf TEUR 22.655. Der Rückgang resultiert aus einem geringeren durchschnittlichen Personalbestand von 638 Mitarbeitern (Vorjahr: 658) sowie geringeren Aufwendungen im Zusammenhang mit Personalrückstellungen. Gegenläufig wirkten sich Gehaltsanpassungen aus.

Zum 31.12.2018 beschäftigte das Kölner Studierendenwerk 635 (Vorjahr: 654) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (ohne Geschäftsführer), davon waren 310 (Vorjahr: 326) Teilzeitbeschäftigte.

Im Berichtsjahr sind die Abschreibungen auf immaterielle Anlagen und Sachanlagen – trotz einer gestiegenen Gebäudeabschreibung – um insgesamt TEUR 48 gesunken. Deutlich verringert hat sich die Sofortabschreibung von geringwertigen Wirtschaftsgütern der Betriebs- und Geschäftsausstattung auf TEUR 191 (Vorjahr: TEUR 412). Der Sonderposten für Zuschüsse wurde in Höhe von TEUR 1.275 in 2018 aufgelöst.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 4.831 (Vorjahr: TEUR 3.815) enthalten u.a. Kosten für Sanierung und Instandhaltung der hochschulgastronomischen Einrichtungen und der Verwaltung mit TEUR 1.128 (Vorjahr: TEUR 856), Raumkosten mit TEUR 920 (Vorjahr: TEUR 550), sonstige Personalkosten mit TEUR 501 (Vorjahr: TEUR 404), Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten in Höhe von TEUR 333 (Vorjahr: TEUR 357), Wertberichtigungen auf Forderungen mit TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 20) und Verluste aus Anlagenabgängen mit TEUR 17 (Vorjahr: TEUR 4).

Die Verschlechterung des Finanzergebnisses um TEUR 679 auf TEUR -461 resultiert aus einer höheren Abschreibung auf Wertpapiere (- TEUR 567). Der Wert des Depots hat sich zu Beginn des Jahres 2019 wieder erholt.

2.2 Vermögenslage

Das gesamte Anlagevermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.364 auf TEUR 125.704 erhöht. Das Sachanlagevermögen ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 500 auf TEUR 97.825 gesunken (Vorjahr TEUR 98.325). Wesentliche Investitionen entfallen auf Herstellungskosten für die Sanierungen des UniCenters, Köln, (TEUR 925) den Umbau Remigiusstraße, Köln, (TEUR 787), die Neubaumaßnahme des Serviceshauses (TEUR 692) sowie Investitionen in die Betriebs- und Geschäftsausstattung (TEUR 1.633). Den Zugängen bei den Sachanlagen von TEUR 4.586 stehen Buchwertabgänge von TEUR 17 und Abschreibungen von TEUR 5.069 gegenüber.

Die Finanzanlagen stiegen insgesamt um TEUR 1.849 auf TEUR 27.778 (Vorjahr: TEUR 25.929). Die Erhöhung resultiert aus einem Anstieg des Wertpapierbestandes (TEUR 3.219) sowie der Ausleihungen gegenüber beteiligten Unternehmen (TEUR 448). Gegenläufig wirkten sich höhere Abschreibungen auf Wertpapiere (TEUR 618) sowie Ablösungen von Schuldscheindarlehen (TEUR 1.200) aus.

Das Eigenkapital erhöht sich um den Jahresüberschuss von TEUR 3.492 auf TEUR 73.745. Gemeinsam mit den Sonderposten für Zuschüsse in Höhe von TEUR 23.748 wurden damit 99,7 % des Sachanlagevermögens finanziert. Die Eigenkapitalausstattung einschließlich Sonderposten beträgt im Verhältnis zur Bilanzsumme 72,6 %.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen die langfristige Finanzierung der Grundstücke mit Wohnbauten und haben sich trotz der Neuaufnahme von Darlehen (TEUR 534) durch planmäßige Tilgungen (TEUR 575), einen vereinbarten Tilgungsnachlass von TEUR 458 und separat ausgewiesene Darlehenszinsen (TEUR 2) von TEUR 10.116 auf TEUR 9.606 verringert.

2.3 Finanzlage

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit erhöhte sich um TEUR 134 auf TEUR 7.394. Dies resultiert überwiegend aus höheren Abschreibungen. Gegenläufig wirkten sich der Anstieg der Vorräte und der sonstigen Forderungen und Vermögensgegenstände sowie der geringere Jahresüberschuss im Vergleich zum Vorjahr aus.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit verringerte sich im Berichtszeitraum um TEUR 3.645. Diese Entwicklung resultiert aus der deutlichen Verringerung der Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens auf TEUR 3.220 (Vorjahr: 11.531) sowie geringeren Investitionen in das Sachanlage- und Finanzanlagevermögen im Verhältnis zum Vorjahr von insgesamt TEUR 10.273 (Vorjahr: TEUR 14.835).

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 644 verringert. Ursächlich hierfür war insbesondere eine geringere Darlehensaufnahme im Vergleich zum Vorjahr. Demgegenüber erhöhte sich der Tilgungsanteil für bestehende Darlehen.

Die Liquidität aus Kassen- und Bankguthaben ist gegenüber dem Vorjahr leicht um TEUR 90 auf TEUR 6.942 gestiegen.

Die Finanzlage des Kölner Studierendenwerks ist geordnet und mittelfristig gesichert. Das Kölner Studierendenwerk kann jederzeit seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen.

3. Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr leicht über Plan entwickelt. Im Wesentlichen hat die Ertragslage von höheren Umsätzen in den Bereichen Studentisches Wohnen und Gastronomie sowie von der Auflösung der Rückstellung für Rechtsstreitigkeiten mit der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di profitiert. Die Einnahmen aus den Sozialbeiträgen haben sich durch die Erhöhung des Sozialbeitrags bei gleichbleibenden Studierendenzahlen weiter erhöht. Der Anteil der Umsätze aus den Kernbereichen Hochschulgastronomie und Studentisches Wohnen am Gesamtertrag verringert sich hierdurch. Das Risiko der Abhängigkeit von der Entwicklung der Anzahl der Studierenden und der Zuschussgewährung durch Dritte ist hierdurch weiter gestiegen.

Das Bilanzvolumen hat sich aufgrund von Baumaßnahmen in einzelnen Wohnheimen sowie aktivierten Kosten für ein Neubauprojekt erhöht. Die Finanzlage ist im Berichtszeitraum insbesondere durch Fälligkeit von Schuldscheindarlehen und Zukäufen bei Wertpapieren gekennzeichnet.

3. Prognose mit Chancen und Risiken

In dem Ende 2018 verabschiedeten Wirtschaftsplan für das Jahr 2019 wird nach der Prognoserechnung mit einem Jahresüberschuss von Mio. EUR 1,4 gerechnet.

Studentisches Wohnen

  • Es entfallen Wohnplätze durch den geplanten Verkauf des Wohnhauses Luxemburger Straße 118 ab August 2018 (37 Plätze) und die Entmietung von Plätzen im Uni-Center ab Mai 2018 (75 Plätze) sowie in der Remigiusstraße ab August 2018 (69 Plätze) während der Sanierungsphase. Die Dauer der Sanierung ist bis Mai 2019 geplant.
  • Weiterhin werden im Wohnhaus in der Hans-Sachs-Straße während des Dachumbaus Mietminderungen eingeplant.
  • Die geplante durchschnittliche Warmmiete 2019 beträgt pro Monat und Platz rd. EUR 251,45 zzgl. durchschnittlich 6,60 EUR/Monat und Zimmer für den Internetanschluss. Die Nebenkosten sind in der Warmmiete enthalten. Dies sind die üblichen Kosten für Energie, Grundsteuer, Straßenreinigung, Frisch- und Abwasser sowie für Müllentsorgung. Die Kosten für einen Internetanschluss werden mit der Miete eingezogen und in gleicher Höhe an den jeweiligen Provider weitergeleitet. Der Anteil der Nebenkosten inklusive Internet beträgt 81 EUR/ Monat und Zimmer und somit rd. 31 % der Gesamtmiete in 2019.

Verpflegungsbetriebe

  • Der Umsatz der Verpflegungsbetriebe wird mit rd. Mio. EUR 13 geplant. Hierbei wurden die einzelnen Betriebe mit den entsprechenden Öffnungszeiten und dem jeweiligen Umsatzanteil in Semester- und Ferienzeit geplant.
  • 2019 wird der Veranstaltungsumsatz aufgrund der 100-Jahr-Feier der Universität zu Köln mit TEUR 800 d.h. 5% über dem prognostizierten Umsatz 2018 geplant.
  • Am neuen TH-Standort Opladen wird den Studierenden bis zur Fertigstellung der Mensa (voraussichtlich in 2020) ein Kostenzuschuss zum Mittagessen in der Kantine der Bayer AG in Höhe von 1,00 EUR/Essen gewährt. Bis Ende Oktober 2018 wurden Zuschüsse in Höhe von TEUR 12,4 gewährt. Für 2019 ist ein Mittagsessenzuschuss von 22 TEUR/p.a. vorgesehen.
  • Nach den Umsatzsteigerungen in den letzten Jahren werden 2019, bedingt durch Sanierungsmaßnahmen und Schließungen, leicht sinkende Umsätze erwartet. In 2019 werden die Schließung des Standortes WISO-Kaffeebar und die Verzögerung der Fertigstellung des Ersatzstandortes in der Sibille-Hartmann-Straße, sowie die geplanten Umbaumaßnahmen in der Mensa am Sportpark Müngersdorf zu Umsatzeinbußen führen.
  • Geplant ist die Einführung von „Menülinien“ in den Mensen des KStW, wofür TEUR 150 vorgesehen sind.
  • Im Bereich der Mensen wird von einem Wareneinsatz von 66 % ausgegangen. Für Mensen, Cafeterien und Veranstaltungen zusammen ergibt sich eine Wareneinsatzquote von 56 %.

Sozialbeiträge

  • Für die beiden Wintersemester (WS) 2018/2019 und 2019/2020 wird eine Zahl von sozialbeitragszahlenden Studierenden in Höhe von 87.400 angenommen. Für das Sommersemester (SoSe) 2019 wird eine Zahl von 84.000 zugrunde gelegt.
  • Seit dem Sommersemester 2018 beträgt der Sozialbeitrag EUR 75,00.
  • Für das Jahr 2019 wird mit einem Ertrag aus Sozialbeiträgen in Höhe von TEUR 12.650 gerechnet.

Zuschüsse

  • Der Festbetragszuschuss des Landes für 2018 wurde von der Arbeitsgemeinschaft der Studierendenwerke NRW auf der Basis der zuschussfähigen Umsätze 2017 und der Studierendenzahlen des WS 17/18 errechnet. Das Land stellt den NRW-Studierendenwerken Mio. EUR 34,6 zur Verfügung und bis auf weiteres für die Versorgung der zusätzlich erwarteten Studierenden zusätzliche Mio. EUR 4,9 (investiver Zuschuss mit Nachweispflicht). Diese werden zu 65 % anhand der jeweiligen HSG-Umsätze und zu 35 % anhand der jeweiligen Studierendenzahlen verteilt. Hieraus resultiert 2019 für Köln eine Festbetragssumme von rd. Mio. EUR 5,1. Im Vergleich zum Vorjahr werden somit rd. TEUR 31 zusätzlich an Festbetrag für Köln ausgezahlt.Der BAföG-Zuschuss wird in 2018 nach einem neuen System verteilt, das zu einem höheren Anteil am Gesamtzuschuss führt. Die Antragszahlen 2018 sind in Köln, wie in anderen Studierendenwerken bundesweit, weiterhin rückläufig. Der prozentuale Rückgang der Anträge gegenüber dem Jahr 2017 beträgt rd. 8,56%. Die zukünftige Entwicklung der Antragszahlen unterliegt einer intensiven Beobachtung.
  • Die Förderungssummen für die Kindertagesstätten gemäß KiBiz stehen bis Juli 2019 (Ende des Kindergartenjahres 2018/2019) schon fest. Zusammen mit den anhand der Vorjahreszuschüssen geschätzten Zuschüssen für die Monate August bis Dezember 2019 werden für 2019 insgesamt TEUR 985 an KiBiz-Zuschussmitteln angenommen. Eine Absichtserklärung der Landesregierung, Kitas mit zusätzlichen Fördermitteln auszustatten und sich damit einer auskömmlichen Finanzierung zu nähern, liegt vor. Eine genaue Aussage über die Höhe dieser Fördersumme wurde jedoch noch nicht getroffen und kann deshalb nicht eingeplant werden. Dies wäre jedoch dringend nötig, denn der Bereich belastet voraussichtlich in Höhe von TEUR -420 das geplante Jahresergebnis 2019. Die KiBiz-Förderung deckt 67 % der Kosten des gesamten Kita-Bereichs; ein Kita-Platz wird seitens des KStW mit EUR 7.406 jährlich unterstützt.

Weitere erwartete Zuschüsse:

  • Instandhaltungszuschüsse der Universität zu Köln für die Mensa Zülpicher Straße wurden mit TEUR 150 angenommen (Vorjahreswert).
  • Für die Beschäftigung schwerbehinderter Auszubildender und Mitarbeiter/innen wurden TEUR 70 Zuschuss vorgesehen. Dieser Wert liegt etwas unter dem Vorjahreswert (TEUR 84), da einige Mitarbeiter inzwischen verrentet wurden.

Sonstiges

  • Für 2019 ist eine Tariferhöhung von 3,0 % eingeplant; außerdem wird laut Tarifvertrag eine Rückstellung für die Leistungszulage 2019 (2 % der Lohnsumme 2018) gebildet und die zum Jahresabschluss 2018 zu bildende Rückstellung gemäß den Vorgaben der LoB-Dienstvereinbarung im September 2019 aufgelöst und ausgezahlt.
  • Die gebildete Rückstellung aufgrund des Rechtsstreits mit der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, wurde in Höhe von TEUR 400 aufgelöst. Die Klage der Gewerkschaft wurde in beiden Instanzen abgewiesen. Die Revision zum Bundesarbeitsgericht wurde nicht zugelassen. Die Frist zur Einlegung der Nichtzulassungsbeschwerde beim Bundesarbeitsgericht ist am 23.03.2019 abgelaufen.
  • Die Erträge aus Finanzanlagen werden auf TEUR 212 geschätzt.
  • Ein vereinbarter Kredit des KStW an die Studentenwohnungen Sudermanplatz GbR zur Finanzierung einer Brandschutzsanierung wurde bisher in vier Tranchen in Höhe von insgesamt TEUR 500 ausgezahlt. Für die ausstehende Küchensanierung und weitere noch ausstehende Rechnungen werden voraussichtlich weitere TEUR 100 an die GbR überwiesen. Der ursprünglich geplante Gesamtkreditrahmen von über TEUR 800 wird nicht voll ausgeschöpft.
  • Weiterhin ist für Sanierungsmaßnahmen im Uni-Center eine Kreditgewährung in Höhe von Mio. EUR 4,0 an die Eigentümergemeinschaft beschlossen worden. Die Auszahlung wird in 2019 bzw. in den Folgejahren getätigt. Vereinbarungsgemäß würde die erste Rückzahlungsrate im Jahr 2020 gezahlt.

Chancen und Risikobericht

  • Das Kölner Studierendenwerk führt ein Risiko-Management-Handbuch sowie ein IT-Notfallhandbuch, in dem im Rahmen einer Risikoinventarliste alle erkennbaren internen und externen Risiken erfasst und jährlich fortgeschrieben werden. Dadurch werden die Risiken im Hinblick auf ihre jeweilige Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe klassifiziert, bewertet und überwacht. Zur Identifizierung und Bewertung bedient sich das Kölner Studierendenwerk auch EDV-gestützter Systeme. Hierunter fällt auch die Sicherung der jederzeitigen Zahlungsbereitschaft.
  • Besondere Chancen und Risiken liegen insbesondere in der Unsicherheit der Entwicklung der Studierendenzahlen und der Entwicklung der Zuschussverteilung durch Dritte.
  • Nach der Risikoanalyse bestehen neben allgemeinen Risikofaktoren, die mit allen unternehmerischen Tätigkeiten des Kölner Studierendenwerks verbunden sind, keine bestandsgefährdenden Risiken, die nach derzeitiger Einschätzung die künftige Entwicklung wesentlich beeinträchtigen könnten.

Köln, den 5. Mai 2019

Dipl.-Arb.-Wiss. Jörg J. Schmitz M.A.
Geschäftsführer

Downloads

Lagebericht5 Seiten, PDF (114 KB)

Kompletter Finanzbericht33 Seiten, PDF (1,4 MB)