Vorwort
des Geschäfts­führers

Jörg J. Schmitz
Geschäftsführer Kölner Studierendenwerk AöR

„Digitalisierung, Standardisierung und unser neues Servicehaus sind kein Selbstzweck, sondern haben immer das Ziel, bestmögliche Leistungen für die Studierenden anzubieten.“

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Jahr 2024 erlebten wir ein furioses Finale. Im Dezember des Geschäftsjahres zogen die ersten Einheiten in unser neues Verwaltungsgebäude ein, das wir Servicehaus nennen. Der Name ist Programm. Es steht symbolhaft für Services, Dienstleistungen und die eigene Verwaltung, die nach vielen Jahren der „dezentralen Anlaufstellen“ wieder unter einem Dach arbeiten. Auch Leitung und Verwaltung der Hochschulgastronomie sind eingezogen, während die Gastro-Betriebe die Speisen in gewohnter Qualität weiterhin an den jeweiligen Standorten anbieten.

In diesem für viele von uns neuen Arbeitsumfeld geht die normale Arbeit weiter. „Normal“ bedeutet in diesen Zeiten leider, regelmäßig mit Veränderungen umzugehen. In unserem konkreten Arbeitsumfeld bedeutet dies bspw. steigende Preisen für viele Produkte, im globalen Maßstab haben wir es mit der Klimakrise zu tun und mit vielen weltweiten Konflikten und Kriegen. All dies hat Auswirkungen auf das Leben der Studierenden, insbesondere der Internationals. Wir leisten als Studierendenwerk unseren Beitrag, bspw. mit unserem verstärkten Engagement für nachhaltiges Wirtschaften und Handeln.

Aus der „normalen“ Arbeit möchte ich nur ein paar Highlights nennen: In der Hochschulgastronomie starteten wir den Testbetrieb der autonomen Kassen. Erfreulich war hier der leichte Anstieg bei den ausgegebenen Speisen. In der Beratungsstelle übernahm eine neue Abteilungsleitung. Bei den persönlichen Beratungen ließen die Studierenden die Corona-Zeit hinter sich und suchten das persönliche Beratungsgespräch. Im Bereich der Studienfinanzierung wurde die Digitalisierung der Bestandsakten abgeschlossen sowie die 29. BAföG-Reform und die Studienstarthilfe umgesetzt. Im Studentischen Wohnen konnten wir ein kleines Wohnheim in Köln-Ehrenfeld in Betrieb nehmen. Ein kleiner Beitrag zum sehr schwierigen Wohnungsmarkt in Köln, wir arbeiten weiter an einer Verbesserung.

Dr. Simon Drechsler, stellvertretender Geschäftsführer, im Interview

Der hier vorliegende Geschäftsbericht dokumentiert die wirtschaftlichen Ergebnisse des Geschäftsjahres 2024. Wir berichten über ausgewählte Events des Jahres und thematisieren in den Interviews das Leitmotiv dieses Geschäftsberichts: Digitalisierung und Standardisierung. Es geht uns in diesem Format weniger darum, was inhaltlich in den Abteilungen geleistet wurde. Dies können Sie in den Highlights und auch im Finanzteil des Geschäftsberichts nachlesen. Es geht uns vielmehr um die Art, wie wir zusammenarbeiten. Ziel ist die weitere Professionalisierung. Dazu gehören im Kern Standardisierung, bspw. mit Hilfe von Projekt- und Prozessmanagement, und Digitalisierung, bspw. durch autonome Kassen. Auch unser neues Servicehaus ist Teil dieser Entwicklung, indem es ein deutlich verbessertes digitales Arbeitsumfeld für die Verwaltungsangestellten bietet. Dies alles ist kein Selbstzweck, sondern hat immer das Ziel, bestmögliche Leistungen für die Studierenden anzubieten.

Ich bedanke mich sehr herzlich bei allen Beschäftigten des Werks, dem Personalrat und dem Verwaltungsrat. Sie alle unterstützen uns dabei, mit gesteigerter Effektivität und Effizienz noch besser unseren Auftrag zu erfüllen, die soziale Infrastruktur für Studierende bereitzustellen!

Ich wünsche anregende Lektüre und Impulse für Ihre und unsere künftige Arbeit.

Ihr

Jörg J. Schmitz
Geschäftsführer

Interviews

Das Kernthema für unsere Interviewpartner im Rückblick auf das Geschäftsjahr 2024 lautete „Wie wir arbeiten“, also eine prozessorientierte Frage, die bei näherer Betrachtung auf einen gewissen „Change“ in vielen unserer Fachbereiche hinweist, der sich durch Digitalisierung und Standardisierung entwickelt. Wir befinden uns grundsätzlich im Wandel - nicht nur architektonisch.

Interner Dienst

Vom Bauchgefühl zur Standardisierung

Standardisierte Prozesse, gelebtes Projektmanagement und optimierte Strukturen: Die Stabsstellen „Qualitätsmanagement“ und „Organisation und Prozesse“ begleiten das Werk als interne Beraterinnen und sichern nachhaltigen Erfolg.

IT

Weniger Chaos, mehr Klarheit: So krempelte die IT das Werk um

2024 war für die IT-Abteilung ein echtes Big Bang-Jahr: Mit dem Umzug ins Servicehaus, der Einführung von Microsoft 365 und standardisierten Arbeitsplätzen wurde das Werk digital neu aufgestellt. Hinter den technischen Projekten stand immer auch das Ziel, Zusammenarbeit einfacher, flexibler und zukunftsfähiger zu machen.

Personal

Prozesse mit Online-Plattformen optimieren

2024 hat der Personalbereich mit der Einführung der Bewerbersoftware BITE und eines neuen Zeiterfassungssystems wichtige Schritte zur Digitalisierung umgesetzt. Damit wurden Bewerbungen einfacher, Prozesse sicherer und das Werk als Arbeitgeber moderner aufgestellt.

Hochschulgastronomie

Hochschulgastronomie im Wandel – und mittendrin ein starkes Team

Von der ‚sehenden Kasse‘ bis zur Pfandspende: 2024 stand die Hochschulgastronomie ganz im Zeichen von Wandel und Teamgeist. Technik, Nachhaltigkeit und Gemeinschaft zeigten, wie Innovation im Alltag spürbar wird.

Studienfinanzierung

BAföG goes digital – einfacher, schneller, besser

Die Studienfinanzierung hat 2024 einen Quantensprung gemacht: Alle 18.500 BAföG-Akten sind vollständig digitalisiert, Abläufe modernisiert und Beratung neu organisiert. Das Team zeigt, wie Digitalisierung Prozesse vereinfacht und Studierende schneller unterstützt.

Internationales

Netzwerk für Internationalisierung

Rund 10 % der Kölner Studierenden kommen aus dem Ausland – eine Bereicherung, die auch besondere Herausforderungen mit sich bringt. Im Netzwerk mit Hochschulen und Gemeinden unterstützt das Werk Internationals bei Studium, Integration und dem Start ins Berufsleben.

Studentisches Wohnen, Beratung und Kinder & Soziale Angebote

Über den Abteilungs-Tellerrand hinaus

In den Wohnheimen greifen Sozialberatung, Studentisches Wohnen und das Tutor*innenprogramm ineinander. Die enge Zusammenarbeit sorgt dafür, dass Studierende Unterstützung, Orientierung und ein stabiles Umfeld im Alltag erhalten.

Interne Dienste

Alle(s) unter einem Dach – Gebäudemanagement ganzheitlich denken

Mit dem neuen Servicehaus hat das Kölner Studierendenwerk 2024 einen wichtigen Meilenstein erreicht: Alle Fachbereiche arbeiten erstmals unter einem Dach. Stellvertretender Geschäftsführer Drechsler erklärt, wie dadurch Projektstrukturen, Zusammenarbeit und Gebäudemanagement neu gedacht werden.“

Events

Unsere Veranstaltungen in 2024 bilden einen facettenreichen Spiegel unserer Angebote und Services ab und veranschaulichen dadurch einmal mehr den Themenkomplex „Wie wir arbeiten“.